Ausgabe Q4/2025
Wichtige News im Überblick
Wichtige Veranstaltungen in den nächsten 6 Monaten:
04.02.2026, Joint Workshop on Economic Research for Development & Sustainability, Bonn
Der dritte gemeinsame Workshop der IDOS-Forschungsabteilung „Transformation von Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen“, ECONtribute und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn umfasst eine Reihe von Vorträgen sowie zahlreiche Gelegenheiten zum Networking.
Relevante Publikationen mit Kurzzusammenfassung (u.a. Artikel, Studien, Medien, Webseiten):
Wirtschaftliche Eigeninteressen in der deutschen Entwicklungspolitik: wie kann das aussehen?; Altenburg, Tilman (2025)
Der Text argumentiert für eine stärkere Verzahnung der deutschen Entwicklungspolitik mit nationalen und europäischen Interessen, warnt jedoch vor einer einseitigen Unterordnung unter außenwirtschaftliche Ziele. Synergien zwischen Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaft und Wissenschaft sollen strategischer genutzt werden, ohne Lieferbindungen oder kurzfristige Unternehmensinteressen zu priorisieren. Stattdessen plädiert der Text für langfristige Win-win-Ansätze, bessere Ressortkoordination und partnerschaftliche, auch europäisch eingebettete Kooperationsformate, die sowohl entwicklungspolitische Ziele als auch globale Gemeinwohlinteressen fördern.
The Global South and US trade policy: structural exposure and economic vulnerability in selected African countries; Stender, Frederik et al.(2025)
Der Text analysiert die Unsicherheiten, die durch jüngste Veränderungen in der US-Handelspolitik insbesondere für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen entstehen. Anhand ausgewählter afrikanischer Länder werden mithilfe von Handelsdaten direkte und indirekte Verwundbarkeiten sowie strukturelle Risiken aufgezeigt. Obwohl Afrika insgesamt nicht stark exponiert ist, sind einzelne Länder aufgrund konzentrierter Exportstrukturen, weniger Handelspartner und geringer Anpassungsfähigkeit besonders gefährdet. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, regionale Integration zu stärken, industrielle Wertschöpfung auszubauen und externe Abhängigkeiten zu reduzieren.