Ausgabe Q1/2026
Wichtige News im Überblick
Am 7. April wurde der Weltgesundheitstag gefeiert. Dies markierte den Auftakt zu einer einjährigen Kampagne, mit der die Bedeutung der wissenschaftlichen Kooperation für die Förderung von Gesundheit, die Rettung von Menschenleben und den gesellschaftlichen Wandel gewürdigt werden soll.
https://www.who.int/europe/de/event/world-health-day-2026-together-for-health-stand-with-science
Workshop bei Africa CDC zur Erarbeitung eines Investitionskonzepts für Gesundheitsforschung und -entwicklung in Afrika als Grundlage für ein nachhaltiges und widerstandsfähiges lokales Produktionsökosystem. Das Konzept unterstützt die Africa CDC Health Security and Sovereignty Agenda. Der Bericht/das Konzept wird vsl. im Mai erscheinen. (April 2026)
https://africacdc.org/africas-health-security-sovereignty-agenda/
Zweites Netzwerk-Treffen des African Pharmaceutical Pricing and Reimbursement Information Network (PPRI Africa) in Johannesburg, Südafrika stattgefunden. Das Netzwerk, in dem sich Behörden für Arzneimittelpreisgestaltung und -erstattungen aus 14 afrikanischen Ländern sowie das Africa CDC und das WHO-Regionalbüro für Afrika (WHO AFRO) – im Rahmen des erweiterten Sonderprojekts zur Eliminierung vernachlässigter Tropenkrankheiten (Expanded Special Project for Elimination of Neglected Tropical Diseases, ESPEN) – zusammengeschlossen haben, befasst sich mit dringenden Herausforderungen im Bereich der Preisgestaltung und Erstattung von Arzneimitteln. Eine angemessene Gestaltung der Politik zur Preisgestaltung und Erstattung von Arzneimitteln trägt zur Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme bei. (April 2026)
Wichtige Veranstaltungen in den nächsten 6 Monaten:
27.-29.04.2026, World Health Summit Regional Meeting, Nairobi, Kenia
Das WHS-Regionaltreffen 2026, das von der Aga Khan University ausgerichtet wird, findet vom 27. bis 29. April im Büro der Vereinten Nationen in Nairobi (UNON) statt. Führende Persönlichkeiten, Innovatoren und Wegbereiter werden zusammenkommen, um Lösungen zu erörtern, die die Gesundheitssysteme Afrikas stärken und den Fortschritt im Bereich der globalen Gesundheit vorantreiben.
https://www.worldhealthsummit.org/events/regional-meetings/2026-kenya
21.05.2026, Side Event des AU-EU Health Partnership beim World Health Assembly (18.-22.05.2026), Genf, Schweiz Thema: Regionale Partnerschaften zur Stärkung der Produktion von Produkten für die sexuelle und reproduktive Gesundheit in Afrika
18.-20.06.2026, MAV+ Privatsektorkonferenz, Kairo, Ägypten
Konferenz findet am Rande der Africa Health ExCon (15.-18. Juni 2026) statt.
https://www.worldhealthexpo.com/events/healthcare/africahealthexcon/en/attend/registration.html
Relevante Publikationen mit Kurzzusammenfassung (u.a. Artikel, Studien, Medien, Webseiten):
Fact Sheet zum Präqualifizierungsprogramm der WHO für Gesundheitsprodukte (4/2026)
Weltweit verfügen 70 % der Länder über unzureichende oder schwache Regulierungssysteme, um Arzneimittel und Impfstoffe wirksam zu überwachen. Das Präqualifizierungsprogramm der WHO stellt sicher, dass wichtige Gesundheitsprodukte für die internationale Beschaffung den globalen Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit, Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit entsprechen. Diese aktuelle Website stellt Gründe, Nutzen und Wirkungen der Programme zu Qualitätssicherung dar.
https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/prequalification-of-medicines-by-who
EU and Like-minded Donors’ Reflection Process on Reform of the Global Health Architecture: Reform Ideas and Options (2/2026)
Weltweite Konsultationen haben die dringende Notwendigkeit einer Reform der globalen Gesundheitsarchitektur deutlich gemacht. Zu den zentralen Herausforderungen zählen eingeschränkte staatliche Souveränität, fragmentierte Systeme, unvorhersehbare Finanzierung, schwache Geberkoordination und unzureichende Mitsprachemöglichkeiten für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Als Reaktion darauf wurde ein Bericht von einem Beraterteam unter der Leitung von hera im Auftrag des Knowledge Hub for Health, Inequalities and Social Protection (HISP) erstellt, der Reformen in fünf Schwerpunktbereichen vorschlägt: normative Leitlinien; Finanzierung und Mobilisierung von Ressourcen; Marktgestaltung und gerechter Zugang; Daten und Überwachung; sowie Koordinierung und Governance. In dem Bericht werden eine starke politische Führung, echte Mitgestaltung durch die Länder, gebündelte Anstrengungen und klare Rechenschaftspflichten gefordert, um bis 2026 bedeutende Fortschritte zu erzielen.
Alemayehu Duga et.al. (2026): Strengthening national regulatory authorities in Africa: a critical Step towards enhancing local manufacturing of vaccines and health products (2025)
Die Veröffentlichung betont, dass robuste nationale Regulierungsbehörden (NRAs) zentral für eine funktionierende Qualitätsinfrastruktur im Gesundheitsbereich sind. Sie stehen im direkten Zusammenhang mit dem Ziel, bis 2040 rund 60 % der Impfstoffe und Gesundheitsprodukte lokal in Afrika zu produzieren. Der Fokus liegt auf Harmonisierung regulatorischer Standards, Kapazitätsaufbau und beschleunigten Zulassungsverfahren. Gleichzeitig wird die Rolle regionaler Kooperationen hervorgehoben, um Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen sicherzustellen.
https://khub.africacdc.org/records/resource?id=204&utm
IPPS (2026): IPPS Implementation Report 2025 & Priorities 2026
Der Bericht dokumentiert Fortschritte bei der lokalen Produktion von Impfstoffen und Gesundheitsprodukten, insbesondere durch internationale Kooperationen und Foren wie das Manufacturing Forum in Kairo. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf regulatorischer Harmonisierung und Qualitätssicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Qualitätsinfrastruktur (inkl. Standards, Akkreditierung und Prüfkapazitäten) wird als Voraussetzung für skalierbare Produktion hervorgehoben. Stakeholder aus Politik, Industrie und multilateralen Organisationen arbeiten gemeinsam an resilienteren Lieferketten.
https://anrs.fr/wp-content/uploads/2026/01/ipps-implementation-report-2026-v6-web.pdf?utm
Africa CDC – Biosafety & Biosecurity Strategy 2026–2030 (Implementation phase 2026)
Die Strategie markiert den Übergang von Koordination zu institutionalisierter Governance im Bereich Biosicherheit. Sie umfasst Standards für sichere Laborpraktiken, Risiko-Management und regulatorische Aufsicht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration neuer Technologien (z. B. KI, synthetische Biologie) in bestehende Qualitäts- und Regulierungssysteme. Dadurch wird die Resilienz der Gesundheitsinfrastruktur insgesamt gestärkt.
https://africacdc.org/news-item/africas-new-five-year-plan-for-biosafety-and-biosecurity/?utm